Ärztehaus in Immenhausen – ein Thema mit langer Geschichte
Schon vor einigen Jahren gab es Überlegungen für ein Ärztehaus in Immenhausen. Damals wurde ein Konzept durch den Projektierer Herrn Vogelsang diskutiert.
Parallel dazu hatten sich zwei Immenhäuser Geschäftsleute zusammengetan
und geplant, auf der Brachfläche gegenüber der Apotheke ein Ärztehaus zu errichten.
Nachdem dieses Projekt jedoch nicht weiterverfolgt wurde, hat man auch von dem anderen
geplanten Ärztehaus nichts mehr gehört.
Seit 2020 war das Thema weder in Sitzungen noch in politischen Beratungen ein Thema.
Umso überraschender ist es, dass das Ärztehaus jetzt im Kommunalwahlkampf wieder auf den Tisch kommt.
Für uns gilt dabei ganz klar:
Für uns gilt dabei ganz klar:
Wenn es ernsthafte Pläne gibt, die medizinische Versorgung in Immenhausen mit einem Ärztehaus zu stärken,
begrüßen wir das ausdrücklich.
Uns würde es sehr freuen, wenn diesmal den Ankündigungen auch konkrete Taten folgen.
Unsere Unterstützung für ein realistisches und tragfähiges Ärztehaus-Projekt ist auf jeden Fall gewiss.
Gleichzeitig muss man bei solchen Projekten auch realistisch auf die Rahmenbedingungen schauen.
Viele Ärzte entscheiden sich heute eher für andere Arbeitsmodelle. Häufig bevorzugen sie
• eine Anstellung in einem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ),
• größere medizinische Zentren,
• oder Städte mit besserer Infrastruktur.
Genau deshalb scheitern kleinere Ärztehaus-Projekte oft daran, dass sich nicht genügend Ärzte finden,
die dort tatsächlich eine Praxis eröffnen möchten.
Hinzu kommt, dass seit 2020 mehrere MVZ in unserer direkten Umgebung entstanden sind. Beispiele sind:
• ein MVZ für Urologie in Vellmar und Hofgeismar
• ein MVZ für Innere Medizin in Hann. Münden, dazu noch ein komplettes MVZ in der Klinik,
• ein MVZ für Geburtshilfe und Gynäkologie in Calden
• ein MVZ für Allgemeinmedizin in Espenau.
Das macht es natürlich nicht einfacher, in Immenhausen ein neues Ärztehaus erfolgreich zu etablieren.
Das Glashüttengelände
Aus unserer Sicht wäre genau dort ein Ärztehaus sehr sinnvoll platziert – direkt am Bahnhof,
gut erreichbar, mit ausreichend Parkmöglichkeiten.
Gleichzeitig könnte das Gelände endlich eine Nutzung bekommen, die für die Bürgerinnen und Bürger wirklich einen Mehrwert bietet.
Wenn es diesmal ernsthafte und tragfähige Pläne gibt, unterstützen wir das selbstverständlich.
Entscheidend ist am Ende nicht die Ankündigung, sondern die Umsetzung.
Hintergrund: Idee eines Ärztehauses / MVZ in Immenhausen
In Immenhausen gab es vor einigen Jahren Überlegungen, die medizinische Versorgung langfristig zu sichern, insbesondere wegen:
• zunehmendem Hausärztemangel im ländlichen Raum
• altersbedingten Praxisaufgaben
• Bedarf an gebündelten medizinischen Angeboten an einem Standort.
Dafür wurde das Konzept eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) oder Ärztehauses diskutiert. Ein MVZ ist eine Einrichtung, in der mehrere Fachrichtungen unter einem Dach arbeiten (z. B. Hausarzt, Facharzt, Physiotherapie).
Solche Zentren sollen besonders in kleineren Städten helfen, Arztsitze zu sichern und Nachfolger zu finden.
Medizinische Situation in Immenhausen
Trotzdem hat Immenhausen einen wichtigen medizinischen Standort:
• Die Lungenfachklinik Immenhausen ist ein überregionales Zentrum für Pneumologie mit mehr als 4.000 stationären und 8.000 ambulanten Patienten pro Jahr.
• Sie ist ein bedeutender Gesundheitsstandort und Arbeitgeber der Region.
Diese Klinik ersetzt jedoch keine hausärztliche Versorgung, weshalb Ärztehäuser oder MVZ in vielen kleineren Städten weiterhin ein Thema bleiben.
Warum das Projekt offenbar nicht umgesetzt wurde
Das Projekt wurde nach allem, was bekannt ist, nicht realisiert. Typische Gründe bei solchen Projekten (auch in vielen anderen Kommunen) sind:
1. fehlende verbindliche Zusagen von Ärzten
2. wirtschaftliche Risiken für Investoren
3. Standort- oder Grundstücksfragen
4. politische Diskussionen über Finanzierung oder Bedarf.
Ohne mehrere Ärzte, die verbindlich einziehen, lassen sich solche Gebäude meist nicht wirtschaftlich betreiben.
Rolle des Projektierers Vogelsang
Nach lokalen Berichten war Herr Vogelsang als Projektentwickler beteiligt. Die Idee war in etwa:
• Bau eines Ärztehauses / MVZ-Gebäudes
• Vermietung der Praxisräume an Ärzte
• langfristige Sicherung von Hausarzt- und Facharztpraxen
Typischerweise übernehmen Projektentwickler dabei:
• Planung und Bau
• Finanzierung bzw. Investorenmodell
• Vermietung an Ärzte oder Betreiber.
Kurz zusammengefasst:
• In Immenhausen gab es Pläne für ein Ärztehaus / MVZ.
• Projektierer war Herr Vogelsang.
• Ziel: Sicherung der ärztlichen Versorgung durch mehrere Praxen unter einem Dach.
• Das Projekt wurde letztlich nicht umgesetzt, vermutlich wegen fehlender verbindlicher Arztzusagen oder wirtschaftlicher Risiken.
Ärztehaus / MVZ in Immenhausen – politische Debatte
Ausgangspunkt der Diskussion
In Immenhausen wurde über Jahre diskutiert, wie die ärztliche Versorgung langfristig gesichert werden kann, da der Ärztemangel auch kleinere Städte betrifft. Ein Ansatz war der Bau eines Ärztehauses bzw. Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) durch einen privaten Projektentwickler (Herr Vogelsang).
Ziel des Projekts war:
• mehrere Arztpraxen unter einem Dach
• attraktive Arbeitsbedingungen für Ärzte
• langfristige Sicherung der medizinischen Versorgung.
Phase 1 – Vorstellung der Projektidee
In ersten Gesprächen mit Politik und Verwaltung stellte der Projektierer ein Konzept für ein Ärztehaus vor.
Diskutiert wurden unter anderem:
• möglicher Standort
• Beteiligung der Stadt (z. B. Grundstück)
• Interesse von Ärzten.
Die zentrale Frage war bereits früh:
Gibt es genug Ärzte, die tatsächlich einziehen würden?
Phase 2 – politische Diskussion im Stadtparlament
SPD – grundsätzlich offen
Die SPD sah in einem Ärztehaus eine Chance für die medizinische Versorgung.
Typische Argumentation in der Debatte:
• Sicherung der Hausarztversorgung
• Bündelung von Fachrichtungen
• Attraktiver Standort für junge Ärzte.
Die SPD betonte in kommunalpolitischen Diskussionen häufig, dass die Stadt neue Wege gehen müsse, um Ärzte zu gewinnen.
Freie Liste – kritisch und vorsichtig
Die Freie Liste stellte früh mehrere kritische Fragen:
• Gibt es verbindliche Zusagen von Ärzten?
• Wer trägt das wirtschaftliche Risiko?
• Welche Verpflichtungen entstehen für die Stadt?
Ein zentrales Argument war:
Ein Gebäude allein schafft noch keine medizinische Versorgung.
Ohne konkrete Mietverträge könne ein solches Projekt schnell zu einem Risiko werden.
CDU – zurückhaltend
Auch die CDU war in der Diskussion eher vorsichtig.
Die CDU forderte vor einer politischen Unterstützung:
• konkrete Arztzusagen
• belastbare Finanzierung
• klare Wirtschaftlichkeitsberechnung.
Phase 3 – Der entscheidender Punkt: fehlende Ärzte
Der wichtigste Punkt der Debatte wurde schließlich:
Es gab keine ausreichenden verbindlichen Arztzusagen.
Das ist ein häufiges Problem bei Ärztehaus-Projekten im ländlichen Raum.
Ohne feste Nutzer:
• kein Investor • keine Finanzierung • kein Bau.
Phase 4 – Projekt wird nicht umgesetzt
Nachdem keine ausreichenden Zusagen zustande kamen, verlief das Projekt letztlich im Sande.
Das Thema medizinische Versorgung blieb jedoch weiterhin auf der politischen Agenda.
Die Diskussion drehte sich weniger um das Ziel (bessere Versorgung) – darin waren sich alle einig – sondern um den
Weg dorthin und das finanzielle Risiko für die Stadt.
Einordnung der Situation
Solche Projekte scheitern häufig aus einem einfachen Grund:
Ärzte entscheiden sich heute eher für
• Anstellung in MVZ
• größere medizinische Zentren
• Städte mit besserer Infrastruktur.
Dadurch bleiben kleinere Projekte oft ohne ausreichend Interessenten.
Fazit:
In Immenhausen wurde über ein Ärztehaus / MVZ diskutiert.
• Projektierer war Herr Vogelsang.
• Die politische Debatte drehte sich vor allem um Risiken und Arztzusagen.
• Am Ende wurde das Projekt nicht umgesetzt, weil es zu wenig verbindliche Interessenten gab.
• Projektierer war Herr Vogelsang.
• Die politische Debatte drehte sich vor allem um Risiken und Arztzusagen.
• Am Ende wurde das Projekt nicht umgesetzt, weil es zu wenig verbindliche Interessenten gab.
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